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Aufgaben

Talsperre Lehnmühle im Trockenjahr 2018
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen sorgt dafür, dass die Menschen auch bei Trockenheit jederzeit mit ausreichend Trinkwasser versorgt sind. Das Bild zeigt die Talsperre Lehnmühle im Trockenjahr 2018.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Foto+Co Peter Schubert

Hochwasser und Trockenheit - in diesem Spannungsfeld bewegen sich die Aufgaben der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Auch hier in Sachsen wurde in den letzten Jahren der derzeitige klimatologische Trend sichtbar: Wetterextreme treten häufiger und heftiger auf. Deshalb spielt die Anpassung an den Klimawandel bei allen Aktivitäten der Landestalsperrenverwaltung eine große Rolle.

Die Landestalsperrenverwaltung hat drei Hauptaufgaben: Wasserbereitstellung, Hochwasserschutz und Gewässerentwicklung. Für die sächsischen Stauanlagen ist der Staatsbetrieb seit seiner Gründung 1992 verantwortlich. Dazu gehören Trinkwassertalsperren, Brauchwassertalsperren, Hochwasserrückhaltebecken, Überleitungssysteme sowie Polder und Speicherbecken. Im Jahr 1994 wurde dem Staatsbetrieb außerdem die Verantwortung für die Gewässer 1. Ordnung und die Grenzgewässer übertragen. Seitdem kümmert sie sich auch um den Ausbau sowie die Unterhaltung und Entwicklung der größeren Flüsse in Sachsen.

Nach dem Augusthochwasser 2002 übernahm die Landestalsperrenverwaltung die Schadensbeseitigung an den Gewässern und Hochwasserschutzanlagen. Dazu kam die Generationenaufgabe, Hochwasserschutzmaßnahmen an den Gewässern 1. Ordnung in ganz Sachsen zu planen und umzusetzen. Auch die Umsetzung von EU-Richtlinien wie der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie sind ein fester Bestandteil der Arbeit der Landestalsperrenverwaltung Sachsen.

Die LTV bewirtschaftet und unterhält unter anderem:

  • 84 Stauanlagen mit etwa 685 Millionen Kubikmetern Gesamtstauraum, davon
    - 23 Trinkwassertalsperren
    - 30 Brauchwassertalsperren
    - 24 Hochwasserrückhaltebecken
    - 7 Polder und Speicherbecken
  • rund 3.000 Kilometer Fließgewässer 1. Ordnung
  • rund 300 Kilometer Grenzgewässer zur Tschechischen Republik und Polen
  • rund 750 Kilometer Hochwasserschutzanlagen
  • 6 Rohwasserüberleitungsstrecken für Brauch- und Trinkwasser
  • mehr als 500 weitere wasserwirtschaftliche Anlagen wie Wehre, Schöpfwerke und Pumpstationen
Talsperre Neunzehnhain 2
Talsperre Neunzehnhain 2  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Kirsten J. Lassig

Wasserversorgung

Rund 40 Prozent des sächsischen Trinkwassers kommt aus Talsperren. Aber auch die Industrie ist auf Talsperrenwasser angewiesen. In Trockenzeiten wird das gespeicherte Wasser außerdem genutzt, um die niedrigen Wasserstände der Flüsse aufzuhöhen. Nur so können sich wertvolle Lebensräume in und an den Gewässern entwickeln und erhalten bleiben.

Hochwasser 2013 in der Dresdner Altstadt
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Dr. Stefan Dornack

Hochwasserschutz

In den vergangenen Jahrhunderten war Sachsen immer wieder von Hochwasser betroffen. Auch beim Augusthochwasser 2002 kam es zu verheerenden Schäden. Seitdem hat die Landestalsperrenverwaltung Sachsen mehr als zwei Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert.

Baumpflegearbeiten an der Großen Bockau in Eibenstock
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Gewässerentwicklung

Rund 3.300 Flusskilometer gehören zur Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Diese müssen umweltverträglich unterhalten werden. Die Gewässer werden zudem ökologisch weiterentwickelt, damit sie zu einem atteraktiven Lebensraum für Pflanzen und Tiere werden.

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