Hauptinhalt

Ostsachsen

Die Talsperre Bautzen liegt direkt vor den Toren der Stadt Bautzen und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Landschaftlich ist sie eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet Spreeniederung am Rande der Oberlausitz.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Kirsten J. Lassig

Die großen Brauchwasserspeicher in Ostsachsen - wie die Talsperren Bautzen und Quitzdorf - werden vom Betrieb Spree / Neiße mit Sitz in Bautzen bewirtschaftet. Dazu gehören auch bereits geflutete Tagebaurestseen bei Knappenrode und Lohsa. Schon heute bereitet sich der Betrieb auf die Übernahme von weiteren Tagebaurestseen vor, die im Lausitzer Seenland derzeit geflutet werden.

Rund ein Drittel der Gewässer 1. Ordnung im Freistaat Sachsen werden vom Betrieb Spree / Neiße betreut. An diesen befinden sich neben anderen wasserwirtschaftlichen Anlagen mehr als 100 Wehre. Um die Gewässerstruktur und die ökologische Durchgängigkeit zu verbessern, werden funktionsuntüchtige Wehre zurückgebaut und noch benötigte Wehre umgebaut.

Aber auch der Hochwasserschutz an den Gewässern des Freistaates liegt in Ostsachsen beim Betrieb Spree / Neiße. Im Jahr 2010 war diese Region gleich zweimal innerhalb weniger Wochen betroffen. Aber auch die anderen großen Hochwasser der letzten Jahre gingen nicht spurlos an Ostsachsen vorüber. In den vergangenen Jahren wurden in vielen Orten Deiche saniert und neue Hochwasserschutzanlagen gebaut.

Für den Hochwasserschutz ist im Betrieb Spree / Neiße der Betriebsteil Bau in Bautzen zuständig, die Gewässerunterhaltung führen die Gewässermeistereien durch. Um die Stauanlagen kümmert sich das Gewässermanagement von zwei Standorten aus. In Lohsa und Görlitz-Hagenwerder gibt es zudem zwei Hochwasserschutzlager, in denen für den Notfall Sandsäcke und andere Materialien eingelagert sind.

Kontakt zum Betrieb Spree / Neiße

Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Betrieb Spree / Neiße

Besucheradresse:
Am Staudamm 1
02625 Bautzen (Niedergurig)

Telefon: 03591 6711-0

Telefax: 03591 6711-901

E-Mail: Betrieb.SN@ltv.sachsen.de

Sitz Bautzen
zuständig für Landkreise Bautzen und Görlitz
Standorte Gewässermanagement Bautzen, Lohsa
Gewässermeistereien Bautzen, Görlitz, Hoyerswerda/Teicha
Stauanlagen 2 Brauchwassertalsperren
5 Hochwasserrückhaltebecken
2 Speicherbecken
Gesamtstauraum 87 Millionen Kubikmeter
davon Hochwasserrückhalteraum 20 Millionen Kubikmeter
Hochwasserschutzlager Lohsa, Görlitz-Hagenwerder
Hochwasserschutzdeiche rund 170 Kilometer
Flusskilometer 800 Kilometer
davon Grenzgewässer 130 Kilometer

 

Hochwasserrückhaltebecken Karlsdorf
Auch wenn das Hochwasserrückhaltebecken Karlsdorf (Gemeinde Demitz-Thumitz) am Schwarzwasser nicht groß ist, so hat es doch eine wichtige Bedeutung für den lokalen Hochwasserschutz.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Kirsten J. Lassig

Um die Stauanlagen und Fließgewässer in den Landkreisen Bautzen und Görlitz kümmert sich das Gewässermanagement des Betriebes Spree / Neiße. Es ist an den beiden Standorten Bautzen und Lohsa mit Fachkräften vertreten, die sich vor Ort um die Kontrolle und Bewirtschaftung der Anlagen beschäftigen.

Von Bautzen aus werden die Talsperren Bautzen und Quitzdorf, die Hochwasserrückhaltebecken Göda, Karlsdorf, Schmölln und Rennersdorf sowie der Speicher Nebelschütz betrieben.

Die Speicher Lohsa 1 und Knappenrode werden vom Standort Lohsa aus bewirtschaftet. Dort befindet sich auch eins der fünf Hochwasserschutzlager in Sachsen. Ein zweites entsteht gerade auf dem Gelände der Gewässermeisterei Görlitz-Hagenwerder.

Gewässerunterhaltung Raue Rampe in Klix
Reanaturierung von Flüssen ist eine wichtige Aufgabe der Landestalsperrenverwaltung. Hier in Klix (Lkr. Bautzen) wurde ein Wehr zu einer Rauen Rampe umgebaut. Die Enten fühlen sich sichtbar wohl.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Fotograf Jan Gutzeit

Die Mitarbeiter der Gewässermeistereien sorgen dafür, dass an den Gewässern 1. Ordnung immer alles richtig abfließen kann. Sie entfernen Abflusshindernisse wie umgefallene Bäume und Sedimentanlagerungen. Sie pflegen Gehölze, Deiche und Böschungen. Auch Renaturierungen von Flussläufen werden teilweise durch die Gewässermeistereien selbst durchgeführt, größere Maßnahmen werden an Firmen vergeben.

Jedes Jahr werden die Deiche unter die Lupe genommen. Auch andere Hochwasserschutzanlagen wie Mauern, Siele, Pumpwerke und Scharten müssen ständig überwacht und gewartet werden. Bei Hochwasser stehen die Fachleute aus den Gewässermeistereien den Katastrophenstäben und Wasserwehren als Berater zur Seite.

Zum Betrieb Spree / Neiße gehören die Gewässermeisterei Bautzen, Görlitz-Hagenwerda und Hoyerswerda/Teicha.

Gewässermeisterei Bautzen

Gebiet Teile der Landkreise Bautzen und Görlitz
Gewässer Spree von Ebersbach bis Lieske, Kleine Spree von Spreewiese bis Hermsdorf, Löbauer Wasser, Kotitzer Wasser, Pließnitz von Rennersdorf bis Altbernsdorf, Schwarzwasser bis Commerau, Langes Wasser, Wesenitz bis Schmiedefeld
Flusskilometer 250 Kilometer inkl. Flutmulden
Hochwasserschutz 10 Kilometer Deiche
Wasserbauliche Anlagen 65 Wehre
17 Fischaufstiegsanlagen
30 Sohlenbauwerke

Gewässermeisterei Görlitz-Hagenwerder

Gebiet Landkreis Görlitz
Gewässer Lausitzer Neiße, Mandau, Landwasser, Pließnitz ab Altbernsdorf, Schwarzer und Weißer Schöps
Flusskilometer 270 Kilometer inkl. Flutmulden
Hochwasserschutz 38 Kilometer Deiche
Wasserbauliche Anlagen 31 Wehre
38 Fischaufstiegsanlagen
35 Sohlenbauwerke

Gewässermeisterei Hoyerswerda/Teicha

Gebiet Teile der Landkreise Bautzen und Görlitz
Gewässer Spree ab Lieske, Kleine Spree ab Hermsdorf, Schwarzer und Weißer Schöps, Schwarze Elster, Schwarzwasser ab Commerau, Klosterwasser, Pulsnitz
Flusskilometer 240 Kilometer inkl. Flutmulden
Hochwasserschutz 111 Kilometer Deiche
Wasserbauliche Anlagen 50 Wehre
17 Fischaufstiegsanlagen
55 Sohlenbauwerke

 

Themenkarte der Landestalsperrenverwaltung

Auf unserer Themenkarte finden Sie unter anderem die Stauanlagen und Hochwasserschutzprojekte der Landestalsperrenverwaltung, aber auch die Zuständigkeitsbereiche unserer Betriebe sowie deren Flussmeistereien.

Untersuchungsstellen

Foto eines Laborgerätes aus einer der Untersuchungsstellen
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Jan Gutzeit

Zu den Betrieben der Landestalsperrenverwaltung gehören drei Untersuchungsstellen - in Paulsdorf im Osterzgebirge, in Saidenbach im Erzgebirge und in Plauen im Vogtland.

zurück zum Seitenanfang