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Talsperre Amselbach

Blick aus der Luft auf eine Talsperre mitten im Grünen © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Patrick Lautenschläger

Lage: Langenweißbach, Landkreis Zwickau
Zweck: Angelgewässer
Bauzeit: 1940 bis 1942
Inbetriebnahme: 1942

Die Talsperre Amselbach liegt in der Nähe von Schönau im Landkreis Zwickau. Sie ist eine der kleinsten Talsperren in Sachsen und staut den Amselbach an, ein Nebengewässer der Zwickauer Mulde. Die Anlage wurde mit dem Ziel gebaut, die nutzbare Wassermenge für die Trinkwasseraufbereitung für die Region Zwickau zu erhöhen. Durch die aufstrebende Rüstungsindustrie (unter anderem der Horch-Werke) war der Bedarf enorm gestiegen und das Wasserwerk Wiesenburg kam an seine Kapazitätsgrenze. Fast zeitgleich wurde auch die Talsperre Klingerbach gebaut. Sie befindet sich nur 1,5 Kilometer entfernt von der Talsperre Amselbach.

Im Jahr 2005 verlor die Talsperre Amselbach ihre Funktion als Trinkwasserspeicher. Auch das Wasserwerk Wiesenburg stellte seinen Betrieb ein. Denn mit dem Bau der Talsperre Eibenstock war genügend Kapazität für die Trinkwasserversorgung vorhanden. Außerdem waren die Anforderungen an das Rohwasser für die Trinkwassergewinnung gestiegen. Die Anlage konnte diesen Entwicklungen nicht mehr stand halten. Heute ist die Anlage ein reines Angelgewässer, das mit der entsprechenden Berechtigung genutzt werden kann.

Die Talsperre steht unter Denkmalschutz und ist ein Kleinod der alten Wasserbaukunst. Ihre Gewichtsstaumauer besteht aus Stampfbeton und wurde mit viel Liebe zum Detail mit Wasserbausteinen verblendet. Außerdem verfügt sie über eine Zementverpressung im Untergrund. Die Talsperre Amselbach zählt zu den sogenannten unbesetzten Anlagen der Landestalsperrenverwaltung und wird von den Mitarbeitern der Talsperre Eibenstock bewirtschaftet.

Piktogramme der möglichen touristischen Aktivitäten an der Talsperre Amselbach © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Mai & März GmbH, Dresden

Die Talsperre Amselbach ist komplett eingezäunt. Sie ist jedoch sehr idyllisch gelegen, so dass sich ein Besuch dennoch lohnt. Erholungssuchende finden in der Gegend um die Anlage viel Grün. Entlang des Gewässers verläuft ein Wanderweg. Mit einer entsprechenden Berechtigung darf auch geangelt werden. Baden ist dagegen verboten.

Betreiber Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Betrieb: Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster
Staumeisterei Eibenstock
Gestautes Gewässer Amselbach
Absperrbauwerk Gewichtsstaumauer aus Beton mit Bruchsteinverblendung und gerader Achse
Einzugsgebiet 2,6 km²
Gesamtstauraum 43.000 m³
davon gewöhnlicher
Hochwassrrückhalteraum
5.000 m3
Höhe über der Gründungssohle 14,6 m
Höhe über der Talsohle 9,7 m
Höhe der Mauerkrone 309,7 m über NN
Kronenlänge 75,00 m
Kronenbreite 2,50 m
Hochwasserentlastung Kronenüberfall in Mauermitte
Bauwerksvolumen 3.400 m³

 

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