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Quitzdorf am See

Staudamm der Talsperre Quitzdorf
Der Staudamm der Talsperre Quitzdorf  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Kirsten J. Lassig

Baumaßnahmen an der Talsperre Quitzdorf

Die Talsperre Quitzdorf (Lkr. Görlitz) darf weiterhin nicht betreten werden. Der angestrebte Beckenwasserstand von 157,80 Metern über Normalnull in der Anlage wurde bisher noch nicht erreicht. Grund sind die anhaltende Trockenheit und die damit verbundenen geringen Zuflüsse. Deshalb ist aus Sicherheitsgründen eine zeitnahe Aufhebung des Betretungsverbotes der Talsperre weiterhin nicht möglich. Auch Angler müssen sich gedulden. Wir bitten um Verständnis!

Die Taucherarbeiten im November 2019 hatten ergeben, dass derzeit keine akute Gefahr am Grundablassbauwerk besteht. Deshalb wird die Talsperre seit Dezember 2019 vorerst wieder eingestaut. Wann der Betriebsstau erreicht wird, hängt von den Niederschlägen ab.

Achtung!

Die Uferbereiche und das Staubecken dürfen keinesfalls betreten werden! Es besteht das Risiko, in abgelagerten Sedimenten stecken zu bleiben. Außerdem können Untiefen oder angeschwemmte Gegenstände zur Gefahr werden.

Das Betretungsverbot gilt auch für die frei liegenden Schlamm- und Kiesflächen um die Quitzdorfer Insel und die vorgelagerte, sogenannte Vogelschutzinsel. Sie stellen derzeit ein wichtiges Rastgebiet und einen Übernachtungsplatz für zahlreiche Wasser- und Schnepfenvögel dar. Im Vogelschutzgebiet „Talsperre Quitzdorf“ unterliegen diese einem besonderen Schutz. Hinzu kommen die Artenschutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes.

Ab einem Wasserstand von 157,80 müNN wird das Betretungsverbot aufgehoben. Der aktuelle Stand kann online bei der Talsperrenmeldezentrale eingesehen werden.

27.04.2020 Betretungsverbot bleibt bestehen
Pressemitteilung vom 27.04.2020
12/2019 Wiedereinstau der Talsperre Quitzdorf
Pressemitteilung vom 11.12.2019
11.-15.11.2019 Tauchereinsatz zur Begutachtung der Betonbeschaffenheit
31.10.2019 Luftbildvermessung (Airborne Laserscanning) der trocken gefallenen Bereiche der Talsperre Quitzdorf und des Vorbeckens Reichendorf
10.10.2019 Aufstellen von Schildern zum Betretungsverbot der trocken gefallenen Beckenbereiche
06.09.2019 Abgabe aus Talsperre Quitzdorf erhöht
Pressemitteilung vom 06.09.2019
15.08.2019 Abstau abgebrochen
24.06.2019 der Abstau beginnt
10.04.2019 Informationsveranstaltung zur Schadensbeseitigung an der Talsperre Quitzdorf, Beginn: 18 Uhr, Ort: Landhotel „Zum Heideberg" in Kollm
20190410_Quitzdorf_Präsentation_Infoveranstaltung_Internet.pdf
09./10.04.2019 wissenschaftliche Taucher begutachten potentielle Schäden am Staudamm
01.03.2019 das Angeln beginnt
Die Fischschonzeiten und Mindestgrößen wurden dafür laut Fischereigesetz örtlich und zeitlich begrenzt aufgehoben.

Die Talsperre Quitzdorf wurde nach fast 50 Jahren Dauerbetrieb 2019 erstmals abgestaut. Bei einer Bauzustandsanalyse im Jahr zuvor waren erhebliche Schäden auf der teilweise trocken gefallenen Wasserseite des Entnahmebauwerks festgestellt worden. Um ein vollständiges Schadensbild zu erhalten, wurde nun auch der untere Staubereich untersucht. Die Talsperre musste dazu weitgehend abgefischt werden. Aufgrund anhaltender Trockenheit konnte die Anlage allerdings nicht vollständig entleert werden. Die Untersuchungen ergaben, dass die Instandsetzung der Betonteile nicht sofort notwendig ist, sondern im Zuge einer möglichen Komplexsanierung durchgeführt werden kann.

Die Talsperre Quitzdorf dient vor allem dem Hochwasserschutz und der Niedrigwasseraufhöhung bei Trockenheit. Außerdem hat sie eine große Bedeutung für die Binnenfischerei und wird zur Naherholung genutzt.

Lage Niesky, Landkreis Görlitz
Bauzeit 1965 –1972
gestautes Gewässer Schwarzer Schöps
Einzugsgebiet 175,6 km²
Rohwasserabgabekapazität für Brauchwasser 9,28 Mio. m³/Jahr
STAUBECKEN  
Gesamtstauraum 25,60 Mio. m³
davon Betriebs-und Reserveraum 16,48 Mio. m³

gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum

4,45 Mio. m³
maximale Beckentiefe 6,80 m
ABSPERRBAUWERK  
Höhenlage der Dammkrone 162,44 m über NN
Kronenlänge 1,5 km
Kronenbreite 4,00 m
Höhe über der Gründungssohle 11,50 m

 

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