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Döbeln

Bild einer Baustelle an der Wappenhenschanlage in Döbeln
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: suedraumfoto - Jens von Graevemeyer

Aktuelle Informationen zum Hochwasserschutz für Döbeln

Die Landestalsperrenverwaltung baut seit 2009 in Döbeln eine Hochwasserschutzanlage. Das Bauprojekt gliedert sich in 21 Abschnitte und soll 2029 abgeschlossen sein. Dafür investieren der Freistaat Sachsen, der Bund und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union rund 95 Millionen Euro.

Die neue Hochwasserschutzanlage für Döbeln ist im EFRE/JTF-Programm der EU für Sachsen 2021 bis 2027 als Vorhaben von strategischer Bedeutung ausgewiesen.

Auf dieser Seite finden Sie umfangreiche Informationen zum Projekt.

EFRE-Logo, Förderperiode 2021-2027
27.07.2026 Baustart am letzten Bauabschnitt an der Wappenhenschanlage
Pressemitteilung vom 27.07.2026
22.05.2026 Bauabschnitt 3 an der Wappenhenschanlage abgeschlossen
Pressemitteilung vom 22.05.2026
08.08.2025 Bauarbeiten am Staupitzsteg abgeschlossen
Pressemitteilung vom 08.08.2025
31.03.2025 Wichtiger Bauabschnitt für den Hochwasserschutz in Döbeln fertiggestellt
Pressemitteilung des SMUL vom 31.03.2025
12.03.2025 Bauarbeiten am Staupitzsteg
Pressemitteilung vom 12.03.2025
18.02.2025 Vorbereitungen für nächsten Bauabschnitt an der Wappenhenschanlage beginnen
Pressemitteilung vom 18.02.2025
07.10.2024 Verteilerwehr wird beräumt
Pressemitteilung vom 07.10.2024
29.01.2024 Überschwemmungsflächen am Mulderadweg in Döbeln
geschaffen
Pressemitteilung vom 29.01.2024
30.08.2023 Offizieller Baustart zum Hochwasserschutz an der Wappenhenschanlage
Pressemitteilung vom 30.08.2023
19.06.2023 Hochwasserschutz an der Wappenhenschanlage wird vorbereitet
Pressemitteilung vom 19.06.2023
30.09.2021 Flutmulde freigegeben
Pressemitteilung vom 30.09.2021

 

EFRE-Logo, Förderperiode 2021-2027

In Döbeln wurde beim Augusthochwasser 2002 fast die Hälfte des bebauten Stadtgebietes überschwemmt. Die Innenstadt stand teilweise mehr als 3,50 Meter unter Wasser – 37 Häuser mussten vollständig abgerissen werden. Der Gesamtschaden lag bei 150 Millionen Euro.

Unmittelbar nach dem Hochwasser begann die Landestalsperrenverwaltung mit der Schadensbeseitigung und der Freistaat Sachsen ließ Hochwasserschutzkonzepte für alle Fließgewässer I. Ordnung erstellen – darunter auch für die Mulden. Das Projekt »Freiberger Mulde, Hochwasserschutz Döbeln« wurde einer hohen Dringlichkeit zugeordnet.

Im Jahr 2004 begannen die ersten Vorplanungen für die neue Hochwasserschutzanlage in Döbeln. Im zweiten Halbjahr 2009 wurde mit dem Bau begonnen. Das gesamte Projekt ist in 21 Einzelabschnitte gegliedert und soll im Jahr 2029 abgeschlossen werden. In das Projekt werden von der EU, dem Bund und dem Freistaat Sachsen insgesamt rund 95 Millionen Euro investiert.

Übersicht der Hochwasserschutzlinie für Döbeln
Bauabschnitt Bauzeit Aktueller Stand Bauart
Ritterstraße 2009 bis 2011 fertiggestellt Bau einer 130 Meter langen Hochwasserschutzwand mit Natursteinverblendung und Tiefgründung aus Bohrpfählen
Sörmitz
(Am Mühlgraben)
2013 bis 2014 fertiggestellt Bau einer 355 Meter langen Hochwasserschutzwand mit
Natursteinverblendung sowie gefärbter Matrizenschalung und Tiefgründung aus Bohrpfählen; Bau eines 83 Meter langen Deiches mit Deichüberfahrt
Verteilerwehr
(ehemaliges Schlossbergwehr)
2014 bis 2017 fertiggestellt Bau einer automatisierten Wehranlage mit 2 Wehrfeldern
(Fischbauchklappen) zu je 19,50 Meter Breite
Flutmulde Döbeln 2014 bis 2021 fertiggestellt
(4 Bauabschnitte)
Bau von Hochwasserschutzwänden auf einer Gesamtlänge von ca. 2.200 Meter mit gefärbter Matrizenschalung und Tiefgründung aus Bohrpfählen zur Vergrößerung des Fließquerschnittes
Brücke Str. des Friedens 2019 bis 2020 fertiggestellt Ersatzneubau einer 37 Meter langen und 12,7 Meter breiten
Spannbetonbrücke zur Vergrößerung des Fließquerschnittes
der Flutmulde
Wappenhenschanlage 2023 bis 2028 im Bau (3 Bauabschnitte Bau von Hochwasserschutzwänden auf einer Gesamtlänge
von 910 Meter mit verschiedenen Tiefgründungen (Bohrpfahl, Spundwand, Mikrobohrpfähle)
Klostergärten 2024 bis 2028 in Planung / im Bau Bau einer ca. 900 Meter langen Hochwasserschutzwand, teilweise mit Natursteinverblendung; Bau eines ca. 100 Meter langen Deiches
Altstadt 2025 bis 2028 in Planung / im Bau Bau einer ca. 600 Meter langen Hochwasserschutzwand mit
Natursteinverblendung
Färberhäuser 2027 bis 2028 in Planung Bau einer ca. 200 Meter langen Hochwasserschutzwand mit
Natursteinverblendung

 

Fluss mit Uferbefestigung und mehrstöckigen Gebäuden im Hintergrund bei klarem Himmel
Neue Hochwasserschutzanlage am Klinikum in Döbeln  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Jan Gutzeit

Um die neue Hochwasserschutzlinie in Döbeln zu schließen, werden in den nächsten Jahren weitere Projekte an der Freiberger Mulde umgesetzt. Die Arbeiten dafür starteten im Sommer 2023 an der Wappenhenschanlage –  einer Parkanlage in Döbeln, die nach einem Ehrenbürger der Stadt benannt wurde.

Die Wappenhenschanlage wird Teil der neuen Döbelner Hochwasserschutzanlage und besteht aus insgesamt drei Bauabschnitten. Begonnen wurde mit dem 2. Abschnitt zwischen der Schiffsbrücke und der Brücke Schillerstraße. In diesem Bereich entstand eine rund 200 Meter lange Hochwasserschutzwand, die auf 186 Bohrpfählen gegründet wurde.

Die Kosten für die gesamte Wappenhenschanlage belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro. Das Projekt wird finanziert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und kofinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Der 1. Bauabschnitt im Detail:

Hochwasserschutzanlage Hochwasserschutzwand aus Stahlbeton
Länge 532 Meter parallel zur Freiberger Mulde
Bereich zwischen der Brücke Schillerstraße und der Oberbrücke

Die Hochwasserschutzwand:

Gründung auf ca. 350 Mikrobohrpfählen
Material bewehrte und unbewehrte Bohrpfähle aus Stahlbeton

Sonderbauwerke: 

Hinterlandentwässerung drei Anlagen mit Ein- und Auslaufbauwerk und Rohrleitung DN 400
Oberbrücke Abriss und Neubau Fußgängertreppe
Sonstiges Amselgrundbach und Regenrückhaltebecken Oschatzer Straße erhalten neue Leitungen und Schieberschächte

Kosten:

Kosten für den 1. Bauabschnitt rund 6 Millionen Euro
Finanzmittel Das Projekt wird finanziert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und kofinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

Blick auf einen Fluss mit neu errichteter Spundwand und einem Fußgängerweg daneben, im Vordergrund eine Bank aus Holz und Stein, im Hintergrund Wohnhäuser und Bäume
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: suedraumfoto

Um die neue Hochwasserschutzlinie in Döbeln zu schließen, werden in den nächsten Jahren weitere Projekte an der Freiberger Mulde umgesetzt. Die Arbeiten dafür starteten im Sommer 2025 am Staupitzsteg. Bis 2029 sind Hochwasserschutzanlagen an den Färberhäusern, der Altstadt und an den Klostergärten geplant. Die Anlagen werden in mehreren Bauabschnitten in Abhängigkeit ihrer Ausführung errichtet.

Die Mauer an den Färberhäusern wird zirka 200 Meter lang und soll mit Natursteinen verblendet werden. Zeitgleich soll der Umbau des Wehres Oberwerder erfolgen. Hier wird in Zukunft die Fischdurchgängigkeit gewährleistet sein.

Auch die 600 Meter lange Mauer in der Altstadt erhält eine Natursteinverblendung. Es werden Stahlbetonwände am linken und rechten Ufer der Freiberger Mulde errichtet, welche auf bis zu 10 Meter tiefen Großbohrpfählen gegründet werden.

Der Abschnitt im Bereich der Klostergärten erhält eine rund 900 Meter lange Mauer sowie einen 100 Meter langen Deich. Auch hier werden nach dem Zusammenfluss von Freiberger Mulde und Flutmulde am linken sowie rechten Ufer Hochwasserschutzanlagen entstehen.

Die Kosten für die drei Planungsabschnitte belaufen sich auf rund 35 Millionen Euro. Das Projekt wird finanziert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und kofinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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