Der Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster

Luftbild Talsperre Muldenberg mit Staumauer, Stausee und Staumeistergebäude
Die Talsperre Muldenberg mehr als 90 Jahre alt. Doch das Alter merkt man der rüstigen Dame nicht an. Denn seit der Sanierung im Jahr 2007 erstrahlt sie im alten Glanz. Auch technisch ist die Trinkwassertalsperren seitdem auf dem aktuellen Stand der Technik. 
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen , Matthias Kaiser

Die Trinkwassertalsperren des Betriebes Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster haben eine große Bedeutung für die öffentliche Trinkwasseversorgung Sachsens. Der betrieb hat seinen Sitz direkt am Fuße der größten Trinkwassertalsperre Sachsens - der Talsperre Eibenstock.

Zum Betrieb gehören neben neun Staumeistereien auch drei Flussmeistereien. Sie sind für die Unterhaltung der Gewässer 1. Ordnung im Landkreis Zwickau, im Vogtlandkreis und im westlichen Erzgebirgskreis verantwortlich.

Im Gebirge gestaltet sich der Hochwasserschutz etwas anders als im Flachland. Da Gebirgsbäche bei Starkniederschlägen in kürzester Zeit zu rasenden Flüssen werden können, sind hier die Vorwarnzeiten gering. Für Deiche und Retentionsflächen ist in den engen Gebirgstälern meist kein Platz. Am effektivsten sind deshalb überregionale Hochwasserschutzmaßnahmen. Deshalb wird in den Talsperren ständig Platz freigehalten, der bei Hochwasser eingestaut werden kann.

Nach dem Hochwasser 2002 wurden diese Hochwasserrückhalteräume an vielen Talsperren der Region vergrößert. Wie viel Wasser aufgenommen werden kann hängt allerdings von der Größe der Anlage und des Einzugsgebietes ab. Steht - wie beispielsweise an der Talsperre Pirk - ein Stauraum von rund 7,8 Millionen Kubikmetern einem riesigen Einzugsgebiet von 375 Quadratkilometern gegenüber, ist die Hochwasserschutzwirkung eher gering.

Zusätzlichen Rückhalt bieten Hochwasserrückhaltebecken, die nur bei Hochwasser eingestaut werden. Südlich von Oberlungwitz wurde deshalb ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut und gerade rechtzeitig für das Junihochwasser 2013 fertiggestellt.

Kontakt zum Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster

Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster

Besucheradresse:
Neidhardtsthal
Muldenstraße
08309 Eibenstock

Telefon: 037752 502-0

Telefax: 037752 6212

E-Mail: Betrieb.ZMOWE@ltv.sachsen.de

Sitz Eibenstock
zuständig für westlicher Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis, Landkreis Zwickau
Staumeistereien Eibenstock, Koberbach, Sosa-Carlsfeld, Stollberg, Pöhl, Pirk, Dröda, Werda, Muldenberg-Falkenstein
Flussmeistereien Plauen, Zwickau, Neidhardtsthal
Untersuchungsstelle Plauen
Stauanlagen 7 Trinkwassertalsperren
8 Brauchwassertalsperren
1 Hochwasserrückhaltebecken
Gesamtstauraum 210 Millionen Kubikmeter
davon Hochwasserrückhalteraum 50 Millionen Kubikmeter
Hochwasserschutzdeiche 60 Kilometer
Flusskilometer 450 Kilometer
davon Grenzgewässer 15 Kilometer

 

Die Talsperre Carlsfeld mit Staumeistergebäude
Das Staumeistergebäude der Talsperre Carlsfeld wurde zwischen 1997 und 2000 neu gebaut. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick über den Stausee.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Matthias Kaiser

Die Staumeister und ihre Kollegen bewirtschaften und unterhalten die Stauanlagen des Betriebes vor Ort. Sie führen außerdem die täglichen Messungen und Sichtkonrollen durch und regeln die Wasserabgabe an Wasserwerke, Industriebetriebe oder den Unterlauf des jeweiligen Flusses.

Die Staumeisterei Eibenstock ist für die Talsperren Eibenstock, Amselbach, Klingerbach und Wolfersgrün verantwortlich. Die Talsperren Sosa und Carlsfeld gehören zur Staumeisterei Sosa-Carlsfeld. Die Staumeisterei Muldenberg-Falkenstein kümmert sich - wie der Name sagt - um die Talsperren Muldenberg und Falkenstein.

Die Talsperren Koberbach und Crimmitschau werden von der Staumeisterei Koberbach bewirtschaftet. Die Staumeisterei Stollberg kümmter sich um die Talsperre Stollberg und das Hochwasserrückhaltebecken Oberlungwitz. Die Talsperren Dröda, Pirk, Pöhl und Werda haben jeweils ihre eigenen Staumeistereien.

Flussmeisterei Plauen bei Baumpflegearbeiten
Flussmeisterei Plauen bei Baumpflegearbeiten  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Die Flussmeister und ihre Mitarbeiter sorgen dafür, dass an den Gewässern 1. Ordnung immer alles richtig abfließen kann. Sie entfernen Abflusshindernisse wie umgefallene Bäume und Sedimentanlagerungen. Sie pflegen Gehölze, Deiche und Böschungen. Auch Renaturierungen von Flussläufen werden teilweise durch die Flussmeistereien selbst durchgeführt, größere Maßnahmen werden an Firmen vergeben.

Jedes Jahr werden die Deiche unter die Lupe genommen. Auch andere Hochwasserschutzanlagen wie Mauern, Siele, Pumpwerke und Scharten müssen ständig überwacht und gewartet werden. Bei Hochwasser stehen die Fachleute aus den Flussmeistereien den Katastrophenstäben und Wasserwehren als Berater zur Seite.

Zum Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster gehören die Flussmeistereien Plauen, Zwickau und Neidhardtsthal.

Flussmeisterei Neidhardtsthal

Gebiet westlicher Erzgebirgskreis, östlicher Vogtlandkreis
Gewässer Zwickauer Mulde von der Talsperre Muldenberg bis zur Einmündung des Alberodaer Baches, Schwarzwasser, Große Mittweida, Wilzsch, Große Bockau, Kleine Bockau, Göltzsch, Stoppbach, Grenzgewässer zu Tschechien
Flusskilometer 145 km
3,2 km Grenzgewässer
Hochwasserschutz 2 Hochwasserschutzanlagen an der Zwickauer ulde
7 Hochwasserschutzanlagen am Schwarzwasser
1 Hochwasserschutzanlage an der Göltzsch
Wasserbauliche
Anlagen
173 Sohlenbauwerke
38 Gewässereinfahrtsrampen
3 Sedimentationsbecken
13 Pegelanlagen

Flussmeisterei Plauen

Gebiet westlicher Teil des Vogtlandkreises
Gewässer Weiße Elster, Feilebach, Görnitzbach, Rauner Bach, Trieb, Triebelbach, Zwota, Grenzgewässer zu Tschechien
Flusskilometer 150 km
10 km Grenzgewässer
Hochwasserschutz 11 km Deiche
4 Umflutgräben
1 km Hochwasserschutzmauer
Wasserbauliche Anlagen 60 Sohlenbauwerke
11 Pegelanlagen
1 Wehr

Flussmeisterei Zwickau

Gebiet Landkreis Zwickau und Teile des Erzgebirges
Gewässer Zwickauer Mulde, Pleiße, Lungwitzbach, Rödelbach, Crinitzer Wasser, Koberbach, Amselbach, Klingerbach
Flusskilometer 114 km
Hochwasserschutz 48 km Deiche
30 Siele
2 Schöpfwerke
2,8 km Hochwasserschutzmauer
Wasserbauliche Anlagen 1 Stadtmulde und Flutrinnenwehr
2 Fischaufstiegsanlagen
1 Geschiebefalle
67 Querbauwerke

Hinweis: Der Anlagenbestand der Landestalsperrenverwaltung verändert sich ständig. Die Zahlen bilden den Stand Januar 2020 ab.

Themenkarte der Landestalsperrenverwaltung

Auf unserer Themenkarte finden Sie unter anderem die Stauanlagen und Hochwasserschutzprojekte der Landestalsperrenverwaltung, aber auch die Zuständigkeitsbereiche unserer Betriebe sowie deren Flussmeistereien.

Untersuchungsstellen

Foto eines Laborgerätes aus einer der Untersuchungsstellen
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Jan Gutzeit

Zu den Betrieben der Landestalsperrenverwaltung gehören drei Untersuchungsstellen - in Paulsdorf im Osterzgebirge, in Saidenbach im Erzgebirge und in Plauen im Vogtland.

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